Grosholtz - Tussaud Marie
Grosholtz - Tussaud Marie
Die Gründerin des Londoner Wachsfigurenkabinetts.
Marie Tussaud, geborene Grosholtz, kam am 7. Dezember 1761 in Straßburg zur Welt und entstammte einer Henkers- und Scharfrichterfamilie. 1780 zog sie mit ihrem Onkel und Lehrer, dem angesehenen Wachsmodellierer Philippe Curtis, nach Paris, wo sie schon bald ihr Talent mit Wachsbildnissen von Angehörigen des Adels und der königlichen Familie bewies.
Jahre später sollten eben diese Wachsportraits von den Revolutionären unter Spottliedern durch die Pariser Straßen getragen werden. Ungeachtet ihrer royalistischen Gesinnung, modellierte Marie nun die Köpfe der Revolutionsführer. 1795 heiratete sie den Ingenieur François Tussaud, mit dem sie sieben Jahre später nach London zog.
Dort eröffnete sie 1835 ihr berühmtes Wachsfigurenkabinett. Hauptattraktion der bühnenartigen Szenarien waren natürlich die blutigen Ereignisse der französischen Revolution. Madame Tussaud starb am 16. April 1850 in London.
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Madame Tussauds Wachsfigurenkabinett ist eine der größten Attraktionen Londons. Die Gründerin Marie Grosholtz, spätere Tussaud, war eine resolute und geschäftstüchtige Frau. Madame Tussaud modellierte alles, was prominent war. Manche der Köpfe saßen noch auf dem Hals, andere nicht mehr. Während der französischen Revolution nahm sie für das Revolutionsmuseum Wachsabdrucke von Gesichtern Hingerichteter ab, zum Beispiel vom Königspaar. Tussaud ging mit ihren Masken ab 1802 in England auf Tour und ließ sich schließlich in London nieder. In der Baker Street, wo bis heute ihr Wachsfigurenkabinett steht, starb sie am 16. April 1850 mit 89 Jahren.
Weitere Ableger ihres Museums gibt es in Amsterdam, Hong Kong (Victoria Peak), Las Vegas, Kopenhagen und New York City.
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Madame Tussaud, die Gründerin des Museums, wird am 1. Dezember 1761 in Straßburg als Marie Grosholtz geboren. Ihr Vater stirbt kurz vor ihrer Geburt. Ihre Mutter zieht nach Paris und arbeitet als Hausangestellte bei Philippe Curtius, der ein Wachsfiguren-Kabinett betreibt. Marie wird von Curtius in seiner Werkstatt unterrichtet. Als Prinzessin Elisabeth, die jüngste Schwester von König Ludwig XVI., 1780 das Wachsmodellieren lernen möchte, schickt Curtius die 19 Jahre alte Marie als Privatlehrerin an den Versailler Hof. Als 1789 die Französische Revolution ausbricht, muss Marie die Ausstellung von Curtius aktualisieren. Um an geeignete Vorlagen zu kommen, besticht sie die Henker der Revolution. Man steckt ihr Zettel zu, auf denen steht, wer mit dem Fallbeil der Guillotine geköpft wird, und auf welchen Friedhof die Leichen gebracht werden. Die prominenten Köpfe liegen in einem Weidenkorb neben den Massengräbern. Marie hält sie alle in den Händen - am Ende auch den Kopf von Robbespierre. Aus den Totenmasken entstehen die Gesichter der Wachsfiguren.
Fünf Jahre später stirbt Curtius und hinterlässt Marie Grosholtz seine Sammlung. 1795 heiratet sie den Ingenieur Francois Tussaud, verlässt ihn acht Jahre später und geht mit ihrem älteren Sohn nach England: "Ich hatte Dinge dabei, von denen ich annahm, dass sie die Engländer interessieren könnten, darunter die Gruppenkomposition von König Ludwig XVI. und seiner Familie, die Figuren von Napoleon und Josephine, den Tod Marats, die Abbilder Voltaires und Franklins." Mehr als drei Jahrzehnte ziehen Mutter und Sohn von Stadt zu Stadt. Erst mit 74 Jahren wird Marie Tussaud sesshaft. 1835 eröffnet sie in London ihre erste permanente Ausstellung. Sie stirbt am 16. April 1850 im Alter von 89 Jahren
Mehr bei wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Madame_Tussauds
Aktualisiert (Freitag, den 19. Februar 2010 um 10:31 Uhr)









